Naturpigmente

Unser Lieferant - Pigmente aus der Quelle der Natur

Unsere Pigmente entstammen dem aufwendigsten und langsfristigsten Herstellungsprozess, den man zur Produktion von Farbstoffen verwenden kann. Das Ergebnis: Eine unübertroffene Schönheit und Eleganz, gepaart mit den höchsten Beständigkeiten und einer unübertroffenen Lichtbeständigkeit.

Gerne stehen wir auch für Ihre individuelle Anfrage von der Kirchen- bis zur Stradivari-Restauration bereit und nutzen unsere Expertise, die Farbe zu finden, die Ihrer Suche und Ihrem Wunsch entspricht.

Ocker Landschaft Colorado de Roussillion
* Der Nachhalltiger
Wir verwenden aus vielen Gründen nur die Pigmente der Natur. Die Pigmente aus der industriellen Produktion sind sowohl in Sachen Schönheit, Farbraum und Wertigkeit, als auch im Belang der Nachhaltigkeit keine Alternative dazu. Die Herstellung von synthetischen Pigmenten ist für die Umwelt so problematisch, dass die Produktion schon vor Jahren von Deutschland nach China und Indien abgewandert ist.
Auch bei dem Abbau der viel schöneren Naturpigmente wird der Natur etwas entnommen. Dass dies so nachhaltig und ökologisch wie möglich geschieht, ist eine der Kriterien bei der Auswahl unserer Lieferanten, wie zum Beispiel unserem Hersteller aus Südfrankreich, der Société des Ocres de France, welcher ausschließlich Wasser und natürliche Absetzbecken zur Aufbereitung der Pigmente verwendet.

Unsere Pigmentauswahl

Die Aufbereitungen aus unserer Manufaktur

Aus den Pigmenten der Natur die Schönsten heraus zu finden, ist eines der vorrangisten Ziele unserer Farbenmanufaktur. Wir reisen nach Frankreich, um das Ardennenmassiv und das Luberon mit seinen Ockerbrüchen kennenzulernen, wir suchen nach den letzten Vorkommen in Deutschland, die noch im Abbau sind, wir reisen in die Toskana, um die berühmten Sienna-Minen zu besuchen und nach Zypern, wo die schönsten Umbren der Welt zu finden sind. Wir beziehen Erdpigmente aus dem indischen Madras-Tal, unser Lapis Lazuli aus der selben Mine, die schon Kleopatra bediente, und suchen nach den schönsten Rußen, die es auf der Welt zu finden gibt. Wir lieben unsere Pigmente und wir bieten ihnen Pigmentpulver aus den Quellen der Natur. 100% lichtecht, unverschnitten rein.


Wissenswertes

Der Herstellungsprozess

Die Pigmente der Natur, entstanden durch einen jahrtausende währenden Prozess, füttern unser Auge mit einer viel größeren Zahl an Informationen, als es den technischen Pigmenten möglich ist. Durch diesen Facettenreichtum entfalten sie Farben, die uns mit unserem Inneren verbinden. Sei es in den fernen Tönen der Unendlichkeit, oder in den tiefen Farben der Erde. Wer sich einmal mit ihnen umgibt, ist von der Schönheit ihrer Harmonie meist so ergriffen, wie wir es sind.

Erdpigmente als Farbton

Erdpigmente haben eine lange Geschichte hinter sich gebracht, bevor sie in unseren Farben landen. In einem oft mehrere tausend Jahre dauernden Prozess werden sie von der Natur gebildet, was sie besonders wertvoll macht. Sie gehören bis heute zur Gruppe der lichtechtesten Pigmente und sie teilen sich diese Kategorie oft nur deshalb mit einigen der neuen Pigmente, weil es keine Gruppe darüber gibt. Ocker hält über Jahrtausende seinen Farbton stabil, auch bei grellstem Licht. Jedes organische Pigment wäre selbst in der Mona Lisa schon lange verblasst. Die Farben der Erden sind naturverbunden und bestehen aus den Tönen Gelb, Grün, Weiß, Rot und Braun. Die einfachste Abgrenzung der Erdpigmente zu den Edelsteinen besteht darin, dass ihr Farbton nicht aus einer Farbe besteht, wie es bei den Edelsteinen üblich ist, sondern dass er aus vielen Farbtönen gebildet wird (wer das nicht glaubt, bitte ein Umbra Grün oder ein Ockergelb in eine Farbe mischen). Ihnen fehlt die Eintönigkeit, die wir an unseren Wänden leider so oft kennen.

Farbraum

  • Die Naturpigmente decken einen großen Farbraum ab, indem nur Grell nicht möglich ist
  • Die Wirkung der Farbe an der Wand ist mit industriell-künstlichen Pigmenten nicht zu vergleichen
  • Kein Grün wird aus so vielen Farbtönen gemischt, wie es bei den Umbren passiert
  • Bis heute ist kein Gelb so vielgestaltig wie das der Ocker
  • Als Farben der Natur verbinden sie uns mit den Elementen in ihrer schönsten Form, an der nicht nur die Höhlenmenschen, sondern auch Rubens, Rembrandt und Da Vinci ihre Freude hatten
  • Der lasierende Charakter der Naturerden führt in transparenten Farben auf einem deckenden Vorstrich zu einer einmaligen Wirkung an der Wand

Aufbereitung

Die Erdpigmente liegen in der Natur als sogenannte Erden vor. Bevor sie verwendet werden können, müssen sie gereinigt werden. Dieser Schritt entscheidet über die Qualität des Erdpigmentes. Umso besser gefiltert und gereinigt es wird, desto höher die Qualität. Heute wie damals werden viele Erden über kleine Becken geleitet, wo sie von Beimengungen und Schmutz gereinigt werden. So aufbereitet und zusätzlich gefiltert, werden sie in Mühlen in ihre Feinheit gemahlen.
Kein Pigment löst sich in Wasser, da es sich sonst nie hätte anreichern können. Pigmente sind unlöslich in Wasser. Man muss das Wasser also an das Pulver bringen, wofür seit der Erfindung des Wasserrades Kugelmühlen verwendet wurden. Ein Mann mit einer Kugelmühle hätte sich jedoch nie Müller genannt, da das Wissen um die Vermahlung der Pigmente schon immer mehr als Kunst, denn als eine Arbeit verstanden wurde. In dieses Farbkonzentrat überführt, kann es dann ganz einfach in die Farbe gemischt werden.

Aufbau und Struktur

Das farbgebende Element ist das Eisen in seiner vielfältigen Form. An reinen Oxiden gebunden, bildet es gelbe (FeOOH, „Göthit“) und schwarze Töne (Fe3O4, „Magnetit“), während sich aus der Hitze das Fe2O3 („Hämatit“), und damit das Rot und Orange bildet.  Wird dann ein Teil des Eisens durch andere Metalle ersetzt, die in das Gitter passen (Mangan, Magnesium und andere), entstehen andere Farbtöne. An Silikaten gebunden ist es zu grünen Farben fähig („Seladonit“).
Nur Rötel besteht aus 100% des Eisenminerals, alle andere Erdpigmente enthalten eine gesteinsbildende Komponente (Quarz, Ton, Kalk) als zweiten Anteil, mit welchem sie innig verwachsen sind. Ein sehr komplizierter Prozess, der nur an besonderen Stellen gegeben ist und der eine lange Zeit benötigt. Je höher dieser Anteil ist, desto mehr wird der Charakter und die Optik des Pigmentes über diese Komponente bestimmt („Sandig“, „Fettig“, „Klar“) und erhält eine lasierende Qualität.
In den Farben der Natur wird das Licht also nicht zu 100% an der Oberfläche reflektiert, sondern kann in die Tiefe dringen und wird auch von dort reflektiert, weshalb sie eine besondere Tiefenwirkung entfalten. Gerade deshalb wird die „sandige“ (hoch quarzhaltige) Terra di Sienna Erde in vielen Malereien noch heute als Braunpigment verwendet, das durch nichts zu ersetzen ist.

Verwendung

  • Naturpigmente sind nicht nur äußerst lichtbeständig (höchste Kategorie), sondern weisen auch eine gute Chemikalienbeständigkeit auf
  • Sie sind beständig in Wasser, in Ölen, selbst in agressiven lösemittelhaltigen Lacken und Wasserglas, weshalb sie für fast allen Techniken verwendet werden können (Ausnahme bestätigen die Regel, daher immer prüfen!)

Hinweise und Qualität

  • Unsere Erfahrungen in der alltäglichen Welt zeigen uns: Große, monotone Flächen eines reinen Farbtones strengen uns an. Unsere Augen sind an ineinanderfließende Farben gewöhnt; unser Sehvermögen ist darauf abgestimmt. Im Unterschied zu industriell hergestellten Pigmenten setzen sich Naturpigmente aus einem Mosaik verschiedener Nuancen zusammen (was man mit einer Lupe auch erkennen kann). Naturerden zeigen ihre Schönheit in ihrer natürlichen Varianz. Wir versuchen sie gering zu halten, dennoch können wir eine Garantie auf eine normgerechte Einhaltung des Farbtones nicht übernehmen
  • Ein Naturpigment sollte auch nach vielen Jahren im gleichen Farbton wieder zu haben sein